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Donnerstag, 10. Mai 2007

Hängt Bomfi's Bürgschafts-Eigennutz-Firma in den Seilen?

Nachdem es im Blog schon seit 14 Tagen kursiert, berichtet die WZ heute auf Seite 1: „Schwarz soll es richten“. Der Hochseilgarten ist ein Verlustprojekt und die KKT hat mit dem 130.000 Euro teuren Bau wohl die längste Zeit am falschen Seil gehangen.

Sicher geht Hubert Schwarz die Planungen realistisch an, jedoch fragen wir uns, ob er die Ausmaße des Defizits kennt. Das wird eine echte Kraftanstrengung für den Extremsportler und Motivationstrainer.

Es kommt also wieder mal Arbeit auf den Super-Siggi zu, der die roten Zahlen nun wieder ordentlich verpackt an der richtigen Stelle und so unauffällig wie möglich verbuddeln muss.

Nachdem der große Visionär Bomfi Eckardt nun mit dem Hochseilgarten einen weiteren dicken Verlust hingelegt hat und dabei mit seiner rein privaten, aber mit städtischer Bürgschaft ausgestatteten GmbH & Co. KG „Gemeinsam zum Erfolg – Stadtentwicklung Bad Windsheim“ auch noch durch Abschreibungen und sichere Einnahmen daran verdienen durfte, sollten wir uns in der nächsten Zeit seine anderen Visionen noch mal genauer unter die Lupe nehmen.

Die Verluste des Hochseilgartens, das finanzielle Fiasko des Sommernachtstraumes, das Geldgrab Dreamland, na da kann ja nichts schiefgehen. Die Franken-Therme hat auch erst mal rund 230.000 Euro Verlust produziert. Für das laufende Jahr prognostiziert der Geschäftsführer einen Gewinn – de facto hat er jedoch weniger Besucher zu verzeichnen als im Vorjahr. Interessante Aussichten und dazu demnächst hier im Bog noch mehr.

Im Schulden produzieren – das muss man ihm lassen – ist der Bomfi einfach der Größte.

Sonntag, 18. März 2007

KKT - und das Geschwätz von gestern, Teil 2

Die KKT hat sich offenbar den Titel unseres Artikels vom 05. März 2007 zu Herzen genommen und die Geschäftspolitik nun noch mehr nach dem Motto „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ ausgerichtet.

Zur Erinnerung: Nach den Querelen im Jahr 2006, die in der Vorlage von Bilanzen gipfelten und die die KKT an den Rand der Insolvenz führten, versuchte der Bürgermeister, die Kleingesellschafter aus dem Boot zu drängen. Es folgten Forderungen über Forderungen von Seiten der KKT an die Gesellschafter, die mit einem Zaubertrick unnötig wurden: Plötzlich war die Bilanz wieder in Ordnung.

Dennoch verfolgte der Aufsichtsratsvorsitzende weiter das Ziel, die KKT zu einer rein städtischen GmbH umzuwandeln.

Nachdem IHK und Bezirk Mittelfranken (der Bezirk wird vom 2. Bürgermeister Gerhäuser vertreten) klargestellt haben, dass sich beide Gremien aus der KKT zurückziehen möchten, lag es nun an den übrigen Minderheitsgesellschafter, ob sie ihr Todesurteil unterschreiben würden, oder nicht.

Wenig überraschend war freilich, dass Werbegemeinschaft, Wirteverein und Fremdenverkehrsverein sich nicht selbst aufs Schafott begeben wollten und blockierten vertragskonform den Antrag auf „Bereinigung der KKT um die Kleingesellschafter“. Mit anderen Worten: es bleibt alles, wie es ist.

Wirklich? Der geneigte Leser erinnert sich an die Überschrift. Der Bürgermeister hat in der Pressekonferenz nicht wirklich den Eindruck verbreitet, dass das Thema KKT als rein städtische GmbH für ihn vom Tisch ist.

Weitere Belege für die – nennen wir es mal vorsichtig – schwer kalkulierbare Geschäftspolitik an der Erkenbrechtallee:

- Der auf der Tagesordnung vorgesehene TOP für die Trafostation ist nicht beschlossen worden. Mit anderen Worten: der Trafovertrag, der nie vom Aufsichtsrat beschlossen wurde, ist weiterhin eine Grauzone.

- Wie kann es sein, dass die IHK und der Bezirk vehement ihren Austritt aus der Gesellschaft ankündigen, nun aber davon nichts mehr wissen möchten. Gibt es hier keine Gremienbeschlüsse, die es einzuhalten gilt?

- Das Kurparkfest wurde nun doch wieder abgeblasen. Im November 2006 wurde das Gegenteil beschlossen. Jetzt wieder eine Kehrtwende. Können wir uns also darauf verlassen, dass man bis zum Sommer die Meinung noch einmal ändert und es doch ein Fest geben wird?

Die in der Zeitung so schön beschriebene „Reaktivierung“ der Feste (eben u.a. auch der Volksfeste am Schießwasen) wirft weitere Fragen auf:

- Wie verhält sich die KKT überhaupt im Hinblick auf das Wegfallen des Festplatzes?

- Wie löst man Interessenskonflikte, wenn man z. B. Präsident eines der beiden Vereine ist, die vom Projekt Schießwasen profitieren, zugleich aber als KKT Aufsichtsrat deren Interessen vertreten soll
- Was geschieht mit der Trafostation, die ja derzeit in den Büchern der KKT steht, wenn das Areal am Schießwasen verkauft wird?

Freitag, 12. Januar 2007

Sommernachtstraum

heute war die windsheimer zeitung mal wieder interessant.

schenkt man den ausführungen glauben, dann hatte man von seiten der kkt (für nicht windsheimer: das ist die kurverwaltung) beschlossen, den sommernachtstraum im
jahr 2007 durchzuführen.

nur der geschäftsführer mag wohl jetzt doch nicht.

es stellt sich grundsätzlich die frage, ob man nach drei anläufen ohne auch nur annähernd die nötigen besucherzahlen zu erreichen, einer einjährigen "pause" einen relaunch braucht.
man könnte auch fragen, ob man sich den relaunch überhaupt leisten kann.

war die kkt nicht im sommer des vergangenen jahres der insolvenz nahe?

wäre sparen nicht angebracht?

sollen wieder gelder für des bürgermeisters liebstes kind ausgegeben werden?

immerhin: der geschäftsführer scheint zu rechnen und deshalb auch nur begrenzt "feuer und flamme" zu sein. das ist doch mal ein hoffnungsvolles strohfeuer.

was meint ihr: braucht bad windsheim den sommernachtstraum? wer von euch war schon einmal gast bei einem der feste 2002 - 2005? hat es euch gefallen?