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Samstag, 21. Juli 2007

Millionengrab KERWA – Neues vom Lügenbaron

Wer die WZ vom 20. Juli gelesen hat, ist sicher über den Titel „Wenig neue Erkenntnisse“ gestolpert. Ursächlich für eine neuerliche, unbefriedigende Diskussion rund um einen neuen Festplatz war ein Schreiben des Geschäftsführers der KKT Heger an seinen dreifachen Dienstherren und Gebieter Bürgermeister Wolfgang Eckhardt.

Obwohl Eckardt für die Zeit unmittelbar nach dem Landkreistag (dieser endete am 23. Mai!) Gespräche mit den Schaustellern und sonstigen Beteiligten der Kirchweih wiederholt angekündigt hatte, fand wohl kein Gespräch statt.

Heger nahm die definitive Absage des Bezirks, den Parkplatz am Freilandmuseum für die Kirchweih zu verwenden, zum Anlass, sich selbst abzusichern und den Bürgermeister schriftlich aufzufordern, der KKT mitzuteilen, wo die Kirchweih ab 2008 stattfinden sollte.

Insider schmunzeln schon deshalb, weil Heger letztlich zum Ausdruck brachte, dass die Eckhardt’schen Schummeleien nun ein Ende haben müssten. Der Bürgermeister hatte ja wiederholt - trotz einer schriftlichen Absage des Bezirks aus dem Sommer 2006 - behauptet, dass der Bezirk den Parkplatz zur Verfügung stellen würde.

Dass Bomfi die Öffentlichkeit mit Halbwahrheiten und Lügen täuscht, ist leider nichts Neues. Es überrascht jedoch sehr, dass sich nun sein Ziehsohn Heger nun schriftlich von ihm abwendet. Offenbar ist Heger wenig begeistert, dass der Aufsichtsratsvorsitzende der KKT (Bomfi) den Geschäftsführer und die Aufsichtsräte am 24.5.2007 abermals anlog, als er sagte, dass die Kirchweih 2008 am Freilandmuseum stattfinden würde.

Herr Bürgermeister, wenn Sie den Festplatz zum Supermarkt-Zentrum umbauen, den Vereinen neue Immobilien spendieren wollen – dann sagen Sie uns Bürgerinnen und Bürgern doch endlich mal, was das alles kostet!

Denn dann brauchen wir nicht nur einen Kreisverkehr, nein, wir brauchen einen neuen Festplatz. Soll diese Stadt ohne Kirchweih, Zirkus u.v.m. leben?

Sagen Sie uns doch endlich, wo der neue Festplatz gebaut werden soll und was das alles kostet!

Wenn man bedenkt, dass alleine nur die Stromversorgung kaum weniger als € 100.000 kostet (siehe auch http://windsheimer-geschichten.blogspot.com/2007/02/bomfix-und-die-strom-trix.html und http://windsheimer-geschichten.blogspot.com/2007/03/kkt-und-das-geschwtz-von-gestern.html ), dann wird einem Angst und Bange.

Nehmen wir mal an, man benötigt ein Areal von 5.000 qm für den Festplatz. Bei 100 Euro für den Grund weitere € 500.000. Erschließen muss man solch ein Areal auch noch. Fahrgeschäfte benötigen einen statisch stark belastbaren Grund. Eine weitere halbe Million Euro für die Bodenbefestigung ist eher konservativ gerechnet. Ach, Parkplätze brauchen wir auch noch. Alles in allem wird ein neuer Festplatz deutlich mehr als eine Million kosten – von der Problematik, einen geeigneten Grund überhaupt finden zu können.

Wie sagt der offenbar nicht mehr bei Sinnen befindliche Bürgermeister auf die völlig berechtigten Fragen der SPD und WIR-Fraktionen wörtlich: „Wenn man etwas problematisieren will, findet man immer ein Haar in der Suppe“.

Herr Bürgermeister Eckardt: Wenn siebenstellige Summen für Sie „Haare in der Suppe“ sind, dann treten Sie die Interessen der Bürgerinnen und Bürgern mit Füßen. Sie fordern – und dies ist ein klarer Wortbruch zu Ihren Wahlversprechen - eine Straßenausbaubeitragssatzung, obwohl Millionen für Ihre eigenen Projekte demnach nur Haare in der Suppe sind. Ganz offenbar leidet dieser Bürgermeister an Realitätsverlust.

„Schaden vom Volk abzuwenden“ – das ist Teil jeder Vereidigungsformel von Politikern.
Wer bewahrt uns aber von Politikern wie diesem Bürgermeister, der den Bürgerinnen und Bürgern finanziellen Schaden zufügen möchte?

Es wird spannend, zu verfolgen, wie sich die Opposition in der weiteren Debatte verhalten wird. Gelingt es CSU, SPD und W.I.R., diesen Bürgermeister zu stoppen?

Samstag, 5. Mai 2007

Die Portraits der Amigos - Siegfried Heger

Bomfis Allzweckwaffe und Multitalent Siegfried Heger hat seine beruflichen Wurzeln in der Stadtkämmerei. Bis heute ist er ein echter Beamter, was ihn von seiner Nachfolgerin unterscheidet, die diesen Status aufgeben musste. Aber sicher ist sicher und falls er sich eine Tages aufgrund abgerissener Seilschaften wieder aus einer oder aller eigentlich privatwirtschaftlich organisierten Firmen wie z.B. der Franken-Therme abziehen müsste, würde er nach wie vor gut abgesichert in seinen Beamtensessel zurückfallen.

Als Kämmerer angetreten mit dem Anspruch, überzeugter Globalisierer und Liberalisierer zu sein, setzt er in seinem beruflichen Wirken eher darauf, dass alles, was Menschen mit ihrer Arbeit leisten, eigentlich zu teuer ist (kämmernde Beamte natürlich ausgenommen).

Gastronomische Leistungen: Nach Siggis Meinung immer zu teuer! Tschechen und Polen zeigen, was im Niedriglohnbereich möglich ist. Handwerker: Natürlich zu teuer! Werbeagenturen und Zeitungen verlangen für Anzeigen Geld - so eine Sauerei! Hausmeister für die städtischen Schulen - zu teuer. Einer für alle reicht doch, sollen die Schulen halt verlottern. Öffentliche Gebäude reinigen lassen – Das geht grundsätzlich auch mit Niedrigstlohnjobs. Das ist sicher nicht gemeinverträglich, denn Steuern für die Gemeinde und Geld für den Verbrauch im lokalen Handel werden damit nicht gemehrt. Wohl jedoch die ein oder andere Bilanz geschönt und so als persönlicher Erfolg verkauft.

Nur wenn der Siggi selbst die Preise macht – au Backe! Als Arbeiter für das Monopol der Stadt kann es gar nicht teuer genug sein.

So hat er z.B. als Kämmerer alles getrieben, um der Thermen-GmbH mit einem rückdatierten Vertrag eine hohe Pacht für die Parkplätze abzupressen - natürlich weit weg von allen vorher getroffenen Absprachen und mit einem rückdatierten Vertrag. Jetzt als Thermen-Geschäftsführer hört man ihn klagen, dass er das heute anders sieht. Ja ein gutgeschmierter Nackenwirbel reicht halt, damit sich der Kopf selbst bei lauem Lüftchen immer in die richtige Richtung dreht.

Er trifft mit dieser Denke bei seinem Freund Bomfi natürlich genau auf den Richtigen. Siggi ist flexibel und anpassungsfähig, so lange er dabei als meisterlicher Zahlenjongleur glänzen darf -- und dazu gibt ihm der Bürgermeister reichlich Handlungsbedarf. Da wundert es nicht, wenn der Siggi Bomfis Wunderwaffe für alle Gelegenheiten ist.

Lange kein Stadtbaumeister gefunden, weil Herr Gerhäuser so oft gegen Kandidaten interveniert hat, da ihm die Bewerber nicht passten? Siggi macht das schon, er gibt halt so lange auch noch den Stadtbaumeister.

Geschäftsführer des Zweckverbandes Kurzentrum - Klasse wie er dort immer wieder gepredigt hat, dass die Kosten für den Bau der Therme reichen müssen. Glaubt man den aktuellen Planungen, so sollen jetzt doch noch über 3 Mio. Euro verbaut werden, um zu „nachattraktivieren“. Möglichst blanko möchte er dafür im Rathaus eine Bewilligung bekommen. Was denn, kann man nun mit dieser Therme arbeiten oder nicht? Siegfried, da hilft keine Nibelungentreue, da musst Du schon mal was dazu sagen, ob dein Bomfi nun aufgeschnitten hat oder nicht! Der hat sich nämlich vor dem Windsheimer Thermen-Projekt 40 Bäder angeschaut und sich dadurch zum Experten erhoben, der das beste und billigste Bad auf diesem Planeten bauen würde.

Siggi mimt auch den großen Spitalmaxe - wo doch jeder weiß, dass der Düll dort die wahre Kärrnerarbeit macht.

Allzu sehr würde uns bei dieser Häufung an Arbeitsverhältnissen schon interessieren, aus welchen kommunalen und/oder privatwirtschaftlichen Töpfen die Entlohnung unseres Multitalents fließt.

Konsequenz ist natürlich nicht seine Stärke, sonst müsste so einer wie Siggi doch auch mal ein Machtwort reden, wenn Stadträte (Gerhäuser, Volkert etc.) die KKT piesacken, sie müsse eine weitere Touristen Information in der Altstadt betreiben, natürlich ohne dafür einen Cent Geld zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Siggi müsste intervenieren, ist er doch derjenige, der dafür gesorgt hat, dass die KKT seit 1991 auf niedrigem Niveau ohne den geringsten Inflationsausgleich Jahr für Jahr das gleiche Geld bekam. Da ist der Siggi abgetaucht. Oder hat man mal was von ihm gehört, dass er die Kredite für das KKC relativ rasch abbauen konnte, weil dort jährlich nur ein Viertel des Zuschusses einfließt, der anderswo üblich ist?

Seine Sinneswandel sind beängstigend. Als Stadtkämmerer hat er die ureigenste Aufgabe der Stadt für eine vernünftige Infrastruktur (Stromversorgung) am Schießwasen zu sorgen, schön auf die KKT abgewälzt. Als er dann aber selbst Geschäftsführer der KKT war, hat er im Werkausschuss doch glatt wegen der Kosten losgeheult und alles versucht, die Trafostation wieder loszuwerden.

Sehr bemerkenswert ist auch seine Öffentlichkeitsarbeit! Hier hat er deutlich sichtbar von seinem Herrn und Meister gelernt, so nach frei dem Motto „Ein Bild in der WZ ersetzt 10 fehlende Argumente“. Grandios niederträchtig waren Siggis und Bomfis Versuche, sich den Erfolg der Therme nach dem Wagnerrausschmiss an ihre Fahnen zu heften. So war aus einer fast maroden (Wagner-)Therme innerhalb von 6 Wochen eine global erfolgreiche Therme geworden. Hoffentlich glaubt's auch jemand.....

Besondere Qualitäten legt Siggi bei der Mitarbeiterführung an Tag. So lässt er bei Disputen und Anschuldigungen gerne ein Grundprinzip unter den Tisch fallen: Betroffene anhören oder nachfragen, wie sich die Dinge aus deren Sicht verhalten, um sich damit ein Gesamtbild zu machen. Viel einfacher ist doch: Führer befiehl, wir folgen Dir. Und so werden schnell mal Mitarbeiter rausgeschmissen, beschädigt, gedemütigt und gemobbt. Das muss Ismene Dingfelder wohl mitunder gemeint haben, als sie in ihrer sensationell offenen Rede vor wenigen Tagen von Schleimspurkriechertum sprach.

Hegers Meinung nach dürfen Verwandte nicht im selben Betrieb arbeiten. Deshalb ist sein Bruder jetzt nebenbei in der Haustechnik des KKC tätig und auch in der Franken-Therme ist ein neuer Techniker beschäftigt, dessen Ehefrau in der Kämmerei arbeitet. An anderer Stelle werden Leute aber genau aus diesem Grund rausgeschmissen.

Wenn der Pate von Bad Windsheim, Bürgermeister Wolfgang Eckardt und sein Steigbügelhalter Bauunternehmer Gerhard Gerhäuser im Jahr 2008 bei der Wahl verlieren oder gar nicht mehr antreten, dann fehlt dem Siggi das Fundament. Und genau für diesen Fall, den er sicher einkalkuliert hat, hat er sich seinen Beamtenstatus erhalten. Denn kein neuer Bürgermeister wird sich die Vetterleswirtschaft weiter ansehen und bei der Ämteranhäufung von Super-Siggi aufräumen. Und dann kommt Siggi dahin zurück, wo er hergekommen ist: In die Stadtverwaltung.

Ein Gutes hat der Siggi aber schon noch: Seine Grundehrlichkeit funktioniert noch, wenn man genau hinschaut. Macht oder sagt er was Falsches, dann ist ihm das immer gleich anzusehen, weil er sofort rot anläuft bis zur Schädelspitze. Vielleicht sollte er dran arbeiten, dass diese Bewusstseins-Signalisierung auch wieder in seine moralische Ebene vordringt. Wer weiß, wozu er es gebrauchen kann, wenn’s nächstes Jahr den Bomfi nicht mehr gibt.

Sonntag, 18. März 2007

KKT - und das Geschwätz von gestern, Teil 2

Die KKT hat sich offenbar den Titel unseres Artikels vom 05. März 2007 zu Herzen genommen und die Geschäftspolitik nun noch mehr nach dem Motto „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ ausgerichtet.

Zur Erinnerung: Nach den Querelen im Jahr 2006, die in der Vorlage von Bilanzen gipfelten und die die KKT an den Rand der Insolvenz führten, versuchte der Bürgermeister, die Kleingesellschafter aus dem Boot zu drängen. Es folgten Forderungen über Forderungen von Seiten der KKT an die Gesellschafter, die mit einem Zaubertrick unnötig wurden: Plötzlich war die Bilanz wieder in Ordnung.

Dennoch verfolgte der Aufsichtsratsvorsitzende weiter das Ziel, die KKT zu einer rein städtischen GmbH umzuwandeln.

Nachdem IHK und Bezirk Mittelfranken (der Bezirk wird vom 2. Bürgermeister Gerhäuser vertreten) klargestellt haben, dass sich beide Gremien aus der KKT zurückziehen möchten, lag es nun an den übrigen Minderheitsgesellschafter, ob sie ihr Todesurteil unterschreiben würden, oder nicht.

Wenig überraschend war freilich, dass Werbegemeinschaft, Wirteverein und Fremdenverkehrsverein sich nicht selbst aufs Schafott begeben wollten und blockierten vertragskonform den Antrag auf „Bereinigung der KKT um die Kleingesellschafter“. Mit anderen Worten: es bleibt alles, wie es ist.

Wirklich? Der geneigte Leser erinnert sich an die Überschrift. Der Bürgermeister hat in der Pressekonferenz nicht wirklich den Eindruck verbreitet, dass das Thema KKT als rein städtische GmbH für ihn vom Tisch ist.

Weitere Belege für die – nennen wir es mal vorsichtig – schwer kalkulierbare Geschäftspolitik an der Erkenbrechtallee:

- Der auf der Tagesordnung vorgesehene TOP für die Trafostation ist nicht beschlossen worden. Mit anderen Worten: der Trafovertrag, der nie vom Aufsichtsrat beschlossen wurde, ist weiterhin eine Grauzone.

- Wie kann es sein, dass die IHK und der Bezirk vehement ihren Austritt aus der Gesellschaft ankündigen, nun aber davon nichts mehr wissen möchten. Gibt es hier keine Gremienbeschlüsse, die es einzuhalten gilt?

- Das Kurparkfest wurde nun doch wieder abgeblasen. Im November 2006 wurde das Gegenteil beschlossen. Jetzt wieder eine Kehrtwende. Können wir uns also darauf verlassen, dass man bis zum Sommer die Meinung noch einmal ändert und es doch ein Fest geben wird?

Die in der Zeitung so schön beschriebene „Reaktivierung“ der Feste (eben u.a. auch der Volksfeste am Schießwasen) wirft weitere Fragen auf:

- Wie verhält sich die KKT überhaupt im Hinblick auf das Wegfallen des Festplatzes?

- Wie löst man Interessenskonflikte, wenn man z. B. Präsident eines der beiden Vereine ist, die vom Projekt Schießwasen profitieren, zugleich aber als KKT Aufsichtsrat deren Interessen vertreten soll
- Was geschieht mit der Trafostation, die ja derzeit in den Büchern der KKT steht, wenn das Areal am Schießwasen verkauft wird?

Montag, 5. März 2007

KKT und das Geschwätz von gestern ?!

Am 8. März finden wieder Aufsichtsrats- und Gesellschafterversammlungen der KKT statt.

Wie uns berichtet wurde, ist laut Tagesordnung beider Versammlungen wieder geplant, die KKT in der bisherigen Gesellschafterstruktur ad acta zu legen.

Nachdem die IHK Nürnberg und der Bezirk Mittelfranken den Wunsch geäußert haben, sich aus der Gesellschaft zurückzuziehen (deren beiden Entsandten Gerhäuser und Allraun hat man freilich erst bei der vorletzten Sitzung zu Stellvertretern des Aufsichtsrats
ernannt – was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ) , versucht man nun, die anderen störenden „Kleingesellschafter“ der KKT auch aus dem Boot zu werfen.

Zur Erinnerung: im vergangenen Jahr tauchten plötzlich eine Bilanz für 2004 und die Vorab-Bilanz 2005 auf, deren Verlust das Eigenkapital aufgezehrt hätte. Also forderte die Stadt als Mehrheitsgesellschafter die Minderheitsgesellschafter zum Kapitalnachschuss auf, den diese erst ablehnten.

Die nicht ganz unbegründete Abwehr-Argumentation, wonach die Aufgaben der Kurverwaltung durch diverse über die Köpfe der Kleingesellschafter hinweg beschlossene „Investitionen“ (z. B. Bau der Trafostation Schießwasen 1999, die angeblich jetzt auch nachträglich genehmigt werden soll) über den satzungsgemäßen Zweck ausgedehnt wurden und die Schieflage damit erst verursacht wurde, ließ die Stadt nicht gelten.

Auch war es nicht von Interesse, dass der jährliche städtische Zuschuss für die städtischen Aufgaben einer Kurverwaltung seit 1991 faktisch nicht nur unverändert blieb, sondern in 15 Jahren nur noch nominell dem Ursprungsbetrag entsprach. Die jährlichen Preissteigerungen für den laufenden Betrieb wie auch die gestiegenen Kosten für Löhne und Energie blieben gänzlich unberücksichtigt.

Nachdem der Bürgermeister ganz offiziell die Insolvenz der KKT als Damoklesschwert ins Spiel brachte (siehe WZ Berichte), waren die Kleingesellschafter (Werbegemeinschaft, Wirteverein und Fremdenverkehrsverein) doch endlich zum Kapitalnachschuss bereit – was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.

Nun vollzog die Stadt eine Kehrtwende und forderte zudem eine Satzungsänderung, die die Kleingesellschafter faktisch entmachtet hätte – was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.

Abermals gab es eine erneute Kehrwendung: Nun brauchte man keinen Kapitalnachschuss mehr, weil man u.a. angebliche Anlaufkosten während der Bauphase der Therme der Frankentherme GmbH verrechnete und somit die Bilanz wieder „in Ordnung brachte“ (was interessiert mich mein Geschwätz von gestern).

Nun plant der Aufsichtsratsvorsitzende, welcher in gleicher Person auch der Bürgermeister und der Thermen-Vorsitzende ist, abermals die volle Übernahme der Anteile an der Gesellschaft durch die Stadt.

Einmal ganz abgesehen davon, dass dies der Stadt liquide Mittel entzieht (6 Anteile à DM 7.000 sind immerhin € 21.474,26, die es dann an die Gesellschafter auszuzahlen gilt) stellt sich die Frage nach dem „Warum“ dieser Aktion.

  • Warum will der Bürgermeister unbedingt die KKT in eine rein städtische GmbH umwandeln?
  • Will er sich von den „Querulanten“ (Wirte, Werbegemeinschaft, Fremdenverkehrsverein) nicht länger in die Karten schauen lassen?
  • Oder steckt hinter dem ganzen „Spiel“ Insolvenz & Co. ein ganz anderes Ziel: Will man die beiden GmbHs – also Thermen GmbH und KKT GmbH – fusionieren? Einen gemeinsamen Geschäftsführer hat man ja bereits.
  • Lockt gar ein verführerischer Kontostand der Thermen GmbH für andere Investitionen?
  • Versucht man zweifelhafte Investitionen wie Hochseilgarten (€ 16.200 netto p.a.; Trafostation € 7.400 p.a.) etwa über die Therme zu finanzieren, weil dort ja derzeit viel Geld vorhanden ist?
War das gar schon die eigentliche Motivation für den „Doppelschlag“ (was interessiert mich mein Geschwätz von gestern) der dann nur ein „Schuss vor den Bug“ war, als man im Mai 2006 sowohl Emig (KKT) als auch Wagner (Therme) entlassen wollte?

Es soll allerdings auch Stimmen gegen eine Trennung von den Kleingesellschaftern geben. Nachteil dieser Lösung: Man könnte den „Geschassten“ einen Beirat zur Verfügung stellen. Diese „Stammtischlösung“ hätte aber den Nachteil, dass man hier Forderungen stellen könnte, ohne zugleich als Gesellschafter der KKT auch die Realisierung sicherstellen zu müssen. Da könnten schnell Stimmen laut werden, die mehr fordern, als das, was die KKT bislang gemacht hat.

Und eine schöne Randnote zum ESP-pflichtigen Kurs der KKT: Hatte man im November erst beschlossen, ein Kurparkfest 2007 auf die Beine stellen zu wollen, so sind nun abermals Bestrebungen aufgetaucht, dieses defizitäre Spektakel doch zu beerdigen. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?

Sonntag, 18. Februar 2007

Bomfix und die Strom-Trix

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit eine kleine Stadt in Bayern. Überall waren Städte mit großen und erfolgreichen Volksfesten. Überall? Nicht ganz: Das örtliche Stadtfest in der schönen Altstadt entwickelte sich mehr und mehr zum Trinkfest, was nicht heißen soll, dass alle auch trinkfest sind.

Also wollte man das Volksfest, mal Frühlingsfest und mal Kirchweih genannt, aufwerten. Dazu baute der fleißige Bürgermeister Bomfix eine Brücke über den dortigen Fluss, um den Platz zu erweitern.

„Eine tolle Idee!“ meinten die Schausteller Stromnix (Drehfix und Schießfix), aber der Strom reicht schon heute hinten und vorne nicht. Wir brauchen mehr Strom, schließlich soll sich ja zumindest am Rummel was bewegen.

Der Ansprechpartner für mehr Strom waren schon bei den alten Römern die Stadtwerke. Also beschlossen Bomfix und seine Ratskollegen eine neue Trafostation bauen zu lassen (das war spätestens 2000 nach Christus). Mit wem das Bomfix so alles besprochen hat, ist nicht genauer überliefert. Nur hat Rüdix als schlauer Energiefux erkannt, dass er die Trafostation nicht alleine zahlen will. So sagte Bomfix zu Güntix, dass die Kurverwaltung die Trafostation zahlen muss und dafür den Schaustellern mehr Geld für den Strom abnehmen soll.

Also musste Güntix dem Rüdix jeden Monat Geld zahlen, was soweit auch nicht weiter problematisch wurde.

Nur als Güntix einen neuen Job von Bomfix bekam, tauchte in der Bilanzix die Trafostation auf. Und zwar so, als ob Güntix die Station selbst gebaut hätte. Das führte dazu, dass die Bilanz nicht nur die monatlichen Mieten zu verkraften hatte, sondern dem Güntix sein Nachfolger Ralfix auch noch die Abschreibung in der 2004er Bilanz zu verkraften hätte.

Das brachte Bomfix auf die Idee, dass man von den anderen Gesellschaftern der Kurverwaltung zusätzlich Taler verlangen könnte. Er dachte, die sagen „auf nimmerwiedersehnix“ und Bomfix hat keine Widersacher mehr.

Doch ein paar starre Wirrköpfe namens Asterix (Wirtnix), Obelix (Handelnix) und Idefix (Fremdenverkehrnix) wollten nix zahlen und auch nicht gehen.

Also wollte Bomfix die Kurvewaltung in die Pleitix schicken. Er hat sich sogar einen Beschluss von seinem Magistratix geben und sein Planix bestätigen lassen. Der arme Ralfix musste um Unterstützung bitten und dann später gehen.

Aber Bomfix Plan ging nicht auf und so musste Siggix zusehen, dass er Geld von anderer Seite bekommt. Hat er dann auch gemacht. Denn nachdem Bomfix den Güntix noch aus seinem neuen Job geworfen hat, konnte Siggix sich selbst eine Rechnung schreiben für die großen Verdienste von Güntix, Alfedix und Brittix. Die Rechnung hatte Güntix noch abgelehnt aber der war ja jetzt weg. Und schon konnte sich Siggix die Rechnung zahlen und die Bilanz war wieder im Lot.

Jetzt ist Siggix Herr über zwei Feste, aber der Festplatz wird von Bomfix anderweitig verplant. Machtnix, dafür kann Siggix dem Supermarktnix die Trafostation verkaufen. Das wollte zwar im Frühjahr schon einer der drei Wirrköpfe um die Pleitix der Kurverwaltung zu vermeiden. Aber damals wollte die Idee keiner hören.

Fragt sich nur, wenn Querkopfix Frischix seinen Supermarktnix doch baut und Siggix seine Feste doch weitermachen kann, wer dann weiterhin die Trafostation bezahlt. Wahrscheinlich alle!