Freitag, 8. Juni 2007

Sperrmüll für die Gäste


Aufgrund der zahlreichen Zuschriften bezüglich des in der Tat abstoßenden, sperrmüllähnlichen Prospektständers in den Rathausarkaden wollen wir hier die Möglichkeit einrichten, konstruktive Vorschläge für eine Verbesserung der Besucher-Information zu machen. Denn offenkundig ist auch die neue Geschäftsführung der KKT nicht in der Lage, dem zwingend notwendigen Bedürfnis einer Kurstadt nach einem Anlaufpunkt für Besucher in der Innenstadt nachzukommen.

Nach dem Bau des Kur- und Kongreßzentrums wanderte die Kurverwaltung“ ins KKC, was sicher auch sinnvoll ist. Dass der Gast dort die Tourist-Info indes kaum vermutet und auch schwer finden kann, ist ein anderes Thema. Durch die bauliche Veränderung des Vorplatzes durch das neue Kur-Hotel Pyramide hat sich dieses Problem sicher eher verstärkt.

In Bad Windsheim gibt es nach unserem Ermessen drei Stellen, an denen die Gäste kompetent informiert werden müssen:

1. Im Bereich der Franken-Therme Bad Windsheim

2. Am Fränkischen Freilandmuseum

3. In der historischen Altstadt im Bereich des Rathauses

Dass es noch heute keine vernünftige Anlaufstelle für Touristen in der Frankentherme gibt, ist unverzeihlich. Wurde früher kritisiert, dass die Herren Emig und Wagner einander nicht unterstützen, so liegen sowohl das Kongreßzentrum als auch die Therme heute in einer Hand in der Hand Siegfried Hegers, der ja bekanntlich alles besser macht, als seine Vorgänger.

Warum also rüstet man z.B. in der Franken-Therme nicht einen der Schalter um zur Info rund um die Therme und bezieht darin ausdrücklich auch die Information für die Stadt mit ein?

Am Freilandmuseum stellt sich die Situation ähnlich dar. Täglich geöffnet, häufig vierstellige Besucherzahlen und doch findet der Besucher keine nennenswerte Information über Bad Windsheim. Hier wäre ein Stummer Diener“ im Kassenbereich sicher eine akzeptable Lösung.

Dass es in der Altstadt seit 1999 keine vernünftige Anlaufstelle für Touristen mehr gibt zeigt, wie sehr sich diese Stadt vom Dienstleister zum Schläfer entwickelt hat. Zu Zeiten des ehemaligen KKT-Chefs Wagner gab es immerhin noch saisonale Anlaufstellen.

Mit der Kiosk-Situation am Marktplatz hätte man für kleines Geld viel erreichen können. Der Kiosk ist zu allen wichtigen Zeiten besetzt und eine Auskunft eines Menschen ist allemal besser als das hilflose Durchforsten von Prospekten.

Doch, und hier kommen wir mal wieder zum Kernthema dieser Stadt, der Kiosk ist in falschen Händen. Ausgerechnet ein ganz roter Sozi, Thomas Gröbel, betreibt diesen Kiosk. Nun sind ja bald Wahlen und am Ende werden da noch rote Parteipropaganda-Schriften und bürgermeister-kritische Parolen verbreitet!?

Es ist unübersehbar, dass der Geschäftsführer der KKT, Siegfried Heger, von seinem neuen Job soviel versteht wie der Bürgermeister Eckhardt von Kommunikation. So lässt er lässt ein Metallgerippe auf eine gammelige Holzplatte schrauben und hängt dieses in den Rathausarkaden aus. Damit tritt er seine Aufgabe, den Tourismus in Bad Windsheim attraktiv zu präsentieren, mit Füssen.

Wer vor dem prächtigen Rathaus der Stadt steht, kann wirklich eine niveauvollere Stadtinformation erwarten. Unter den Arkaden lacht den Stadtbesucher dann noch ein signalrotes Schild „Tourist Info am Markt“ an. Der Blick um die Ecke offenbart dann jedoch das oben beschriebene trostlose Bild.

Wäre es unser Ständer, wir hätten wirklich Angst, dass dieses Objekt im Zuge des derzeitigen Sperrmülls unbeabsichtigt entsorgt werden würde.